

Eine Woche bewegte alle Kleinen und Großen das Thema „Neues Haus“. Während in der Rübchenwerkstatt aus mehreren Umzugskartons ein von viel Klebeband gehaltenes Tunnelhaus mit Autorutsche entstand, spielten für die KinderGartenKinder die Fragen: „Was brauchen wir, was wollen wir mitnehmen und was soll neu hinzukommen?“ eine besondere Rolle. Sie näherten sich dem Thema mit Stiften, Papier und Pinseln, Klebstoff, Stoffen und Ton. Dabei sind z.B. Bilder entstanden, auf denen zu sehen ist, wie ein schönes Außengelände in den Augen der Kinder aussieht. Wir gestalteten sehr farbenfroh ein altes Puppenhaus als Modell für den zukünftigen KinderGarten. Dort ist das Dach mit bunten Stoffen bedeckt, neben dem Schornstein wohnt ein Vogel in seinem Nest. Innen gibt es Gardinen, Teppiche und geheime Ecken. Auf den selbst gebauten Tischen aus Ton liegen riesige Pizzen und neben den Kindern bewohnen auch verschiedenste Tiere das Haus. Draußen auf dem grünen Hof des KinderGartens stehen Schwimmbad, Riesenrad und Rutsche ganz nah bei einander.
Ein unerwarteter Kellerfund, ein ausgestopfter Igel, war Wegbereiter zum Thema der Rübchen. Neben Fragen zum Lebensraum,–weise und Ernährung des Igels konnten wir Gleichnisse zum menschlichen Körper und der eigenen Entwicklung herstellen. Doch egal wo unser Weg thematisch hinführte, fast jede Frage hatte das Ziel, etwas über die Stacheln herauszufinden. Ein Mikroskop brachte „Licht ins Dunkel“ und vergrößerte eine solche auf das 20 Fache, staunend stellten wir fest, wie besonders der Stachel aussieht, nicht mehr spitz fast rund, längs und quer gestreift und ein wenig leuchtend.
So schön - und davon hat der Igel ganz viele. „Wie viele eigentlich?“ und „Wie kann man das herausfinden?“ Zuerst wurden alle Besucher des Rübchens befragt, die Schätzungen lagen dabei zwischen 500 und 1000. Nach Recherchen in Büchern war uns klar, neugeborene Igel haben bereits ca. 100 Stacheln und ausgewachsene Exemplare ca. 6000. Die abstrakte Nennung der Zahlen konnte den Rübchen nicht gerecht werden, so wurde nach einer Darstellung gesucht, welche es möglich macht die genaue Zahl zu erfahren, um herauszufinden wie viele es sind! Zahnstocher, ein dem Igelstachel sehr nahes Material, sollten helfen diese darzustellen. Da die Rübchen über eine vorsichtige Sicherheit der Zahl Fünf verfügen, wurde beschlossen sich in 5er Schritten der Hundert zu nähern. An diesem Zählwerk nahmen fünf Kinder teil, jeder konnte somit abwechselnd viermal bis fünf zählen, so dass am Ende jedes Kind 20 Stäbchen in den Händen hielt. Anschließend gaben wir alle Zahnstocher in eine Schüssel. Diese wurde viele Male ausgeschüttet, um sie immer wieder einzuräumen. Die Erfahrung zur Hundert zeigte uns, dass dies einiges an Geduld und Anstrengung benötigt. Bis 6000 zu zählen erschien eher unmöglich. Aus früheren Kooperationen mit den Kindern der Grundschule lag es nah, sie an dieser Stelle um Hilfe zu bitten.
Ein Brief entstand und ein Besuch bei den WiesenGeistern folgte um das Anliegen darzustellen. Nachdem die Großen den Brief studiert und sich gern der Aufgabe angenommen hatten, stand für sie die Frage, wie man 6000 darstellen kann. Nach einer Zeit zum Nachdenken gab es verschiedene Ideen zur Umsetzung. Klar war ihnen, dass man etwas in der Hand braucht, um es zählen zu können. Auch hier lag der Zahnstocher als ein sehr gut zählbares Material nahe. Von Bündeln bis Auslegen gab es mehrere Ideen. Letztendlich war es die gemeinsame Entscheidung der WiesenGeister diese auszulegen, doch auch hier stand in erster Instanz die Frage der Methode. Ähnlich den Rübchen entschieden sie sich über die Darstellung der Zahl Fünf sich der 6000 zu nähern. In Vorbereitung wurde einerseits rechnerisch geklärt welcher Raum die Darstellung beanspruchen wird und dementsprechend ein Platz ausgesucht und anderseits nach Darstellungsmöglichkeiten der Zahl Fünf gesucht. Aus den so entstandenen Schönheitsformen der Zahl Fünf, wurde diese ausgewählt, welche am ehesten der Igelform glich. Die eigentliche Arbeit dauerte ca. 9 Stunden und erstreckte sich über 3 Tage. Die Rübchen waren in dieser Zeit immer wieder gern gesehene Zaungäste der mathematischen Arbeit und verfolgten das wachsende Werk freudig interessiert.
Einen Teil ihres bereits erworbenes Igelwissen gaben sie an die Großen weiter. Die WiesenGeister teilten sich die Arbeit wechselnd auf, eine Gruppe legte, die andere suchte nach weiteren Möglichkeiten die 6000 darzustellen, zu erleben und zu verstehen. Eine Idee dieses Lernweges bestand darin herauszufinden, welche Orte und Plätze ca. 6000 Meter vom Riesenkleinhaus entfernt sind (Arbeit mit Zirkel, Stadtkarte und googlemaps). Fünf Tage zierte das gewaltige Werk das Eingangsfoyer des Hauses. Der Ort zog uns, die Jüngsten, immer wieder an und nicht nur uns, sondern auch den meisten Betrachtern wollte es nicht gelingen sich vorzustellen, dass alle 6000 Stacheln an einen Igel passen sollten.
Sofort stand gespannte Vorfreude im Raum und das Vorhaben schien sicher, alle „Stacheln“ wieder an einen Igel zu bringen. Da es im Riesenkleinhaus gelebter Alltag ist, möglichst jeden seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend teilhaben zu lassen, ging dieser Schritt des Gesamtwerkes an die Kinder der Kleinen Schule über. Da die Rübchen es lieben den Besen zu schwingen erhielten wir die Aufgabe die 6000 zuvor wieder einzufegen. Freudvoll machten wir uns ans Werk und wurden zum Ende von einigen Kindergartenkindern unterstützt. Mindestens 30 Minuten dauerte das Tun an und uns war deutlich anzusehen, dass 6000 viel sein muss, wenn man so lange braucht diese einzuräumen. Die in einer Kiste gehäuften Stacheln wurden zum Vergleich neben das Igelpräparat gestellt. Eines der Rübchen machte sich sofort ans Werk und steckte die Zahnstocher an den ausgestopften Igel. Ein Kind des Kindergartens fragte unterdessen besorgt, was denn wäre, wenn sich die Schulkinder verzählt haben und regte die Kindergartenkinder an, noch einmal nachzuzählen.
Eine kleine Zählwerkstatt der KinderGartenKinder folgte. In 10er Schritten näherten sich diese der 100 an. Jede 10 wurde in einem Schälchen präsentiert. Waren 10 gefüllt wurde diese 100 in eine große Schüssel gegeben. Insgesamt wurde so 16mal verfahren. Die Erkenntnis, dass das schon so viele sind, aber immer noch eine Menge übrig sind, stand im Raum.
Nach dieser Anstrengung entschieden sie sich, die Zählaufgabe zu beenden und ihre Konzentration den Bau des Igels zu richten. Ein in der Töpferei durch Schulkinder vorbereiteter, „nackter“ Tonigel wartete nunmehr auf sein Stachelkleid.
Mit großer Begeisterung machten sich die Kleine Schule Kinder an die Arbeit und fügten jeden Stachel sorgfältig ein. Sie waren zu Recht stolz auf ihr so entstandenes Werk. Die Rübchen fertigten kleine Babyigel mit nicht immer ganz 100 Stacheln. Derzeit kannst du den Igel mit seinen Jungen im Foyer an der Stelle sehen, wo zuvor die „Stacheln" aufgereiht waren. Ein nachhaltig beeindruckendes Werk der Natürlichen Mathematik für alle Kleinen und Großen.
Janine
Liebe Eltern des KinderGartens,
wir freuen uns sehr euch am Donnerstag um 20.00 Uhr zum Elternabend willkommen zu heißen. Wer schon ab 19 Uhr Zeit hat, kann sich gern mit uns auf ein gemütliches Beisammensein im Stillen Ozean freuen und Bildern und Geschichten aus dem Leben der Rübchen und KindergartenKinder folgen. Nach einer gemeinsamen Themensammlung mit den Elternsprechern stehen nun die Inhalte des Abends fest. So könnt ihr neben Themen, die uns alle bewegen - ganz voran der Umzug - je nach Interesse die Möglichkeit nutzen, einen aktuellen Einblick in die Kleine Schule zu erhaschen. Gern könnt ihr auch euren Blick auf die „Wunderkammern des Alltages“ lenken oder in unser Leben, Lernen und Arbeiten anhand des Projektbeispiels Titanic eintauchen. Nicht zu Letzt wollen wir mit euch ins Gespräch kommen über „Zu sichere Spielorte machen unsicher“ und euch dabei einen Überblick der Haus-, Hof- und TeichGartenRegeln geben.
Bitte bringt an diesem Abend einen Gegenstand mit, vom dem ihr glaubt, dass er euer Kind besonders interessiert und seine ForscherLust weckt. In gespannter Vorfreude
Steffi, Carolin, Juliane, Nadin, Stephan und Janine
Das KinderGartenTeam
Mit Spannung erwartet - seit dieser Woche gibt es ein neues Projekt im KinderGarten. Die Kinder haben sich für das Thema Kaninchen entschieden. Erste Fragen und Ideen für kleine Projekte wurden im Morgenkreis gesammelt und zum Teil schon in die Tat umgesetzt. So hatten wir ein Kaninchen des riesenkleinen Zoos zu "Besuch" und einige haben Kaninchen aus Ton hergestellt.
An unserem "Raus ins Leben Tag" am Freitag wollten wir nach Spuren von Kaninchen im nahe gelegenen Birkenwäldchen suchen. Von Sonnenschein begleitet, sind wir zusammen mit den Rübchen losgezogen.
Dort angekommen haben wir unsere im Herbst entstandene Baumhütte wiederentdeckt und haben dann in kleinen und größeren Gruppen unsere Entdeckertour durch den Wald fortgesetzt. Kaninchen haben wir zwar keine gesehen, dafür aber kleine Schätze gefunden, den Geräuschen des Windes in den Bäumen gelauscht, Verstecken gespielt und herumgetobt.
Steffi für das KinderGartenteam
„Der bunte Herbst zieht durch das Land
In seinem fröhlichen Gewand.
Er hat die Backen voller Wind,
und jeder Drachen steigt geschwind. …“
Richard Rudolf Klein, Lieselotte Holzmeister
In der letzten Woche vor dem Drachenfest zählen unsere Kinder immer die Tage. Und obwohl man ja zu jeder anderen Zeit, an jedem anderen Ort und mit ganz unterschiedlichen Leuten Drachen steigen lassen kann, ist das Drachenfest im Kindergarten immer etwas ganz besonderes. Und ich glaube nicht nur für die Kinder. Dieses Jahr wurden wir noch dazu mit viel Sonne verwöhnt und einer ganz friedlichen, nahezu windstillen Herbststimmung. Wir hatten schon stürmische Drachenfeste, wo man sich nur in den Wind drehen musste damit die Drachen fliegen, doch ich würde sagen, dieses Mitfiebern, ob es ein Drachen schafft sich in die Lüfte zu erheben, das den Berg herunter laufen, das mühevolle Strippe wieder Aufwickeln und noch einmal Anlaufnehmen, war mindestens genauso schön. Und in der Zwischenzeit warmen Tee, Kinderpunsch oder Kaffee trinken, Kuchen, Plätzchen, Brezeln, Brote essen, bis sich dieses wohlige Gefühl einstellt. Und wenn dann die Sonne langsam untergeht und der schon recht kühle Oktoberabend dämmert, noch mal schnell all seinen Freunden winken und schon mal auf das nächste Drachenfest freuen. Ganz bestimmt wieder nächstes Jahr. Wir freuen uns schon drauf!
Dörte Militky, Elternsprechern vom KinderGarten, Mutter von Zoe
„Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da, er bringt uns Wind heihussasa, …“ Viele Nüsse und erste bunte Blätter zieren nun den Boden des TeichGartens.
In den letzen Wochen hielt der Herbst Einzug in den KinderGarten. Herbstlieder und kleine Geschichten von Rübchen und Äpfeln beschäftigten uns im Morgenkreis. Auf unseren Wegen durch die Straßen rund um das Riesenklein konnten wir die ein oder andere Traube am Wegesrand finden und riesige Kürbisse aus Nachbars Garten kaufen. Dabei haben wir gemerkt, dass die Natur es gerade so richtig gut mit uns meint. Das man überall wo man hinschaut vielerlei Früchte ernten kann, neben kleinen und großen Äpfeln findet man unter anderem süße Pflaumen, saftige Trauben, riesige und ganz kleine Kürbisse, Kartoffeln und Zucchini, Pilze, Mais, Roggen, Weizen, Kräuter, Nüsse, Schlehen und Hagebutten.
All diese Schätze der Natur bringen wir einmal im Jahr in einem Morgenkreis zusammen und danken der Natur für diese Kostbarkeiten. Neben einem reichhaltigen Erntedankfrühstück hatten wir schnell viele Ideen was man mit all den Schätzen machen kann. Die Kinder wollten einen riesigen Topf mit Apfelmus kochen und davon ganz, ganz viel essen. Jede Familie brachte dafür Äpfel mit. Die Vielzahl der Äpfel hielt interessante Entdeckungen bereit, so wissen wir jetzt wie unterschiedlich groß sie sind, wie verschieden farbig und das alle ein wenig anders schmecken, das unsere Rübchen die größten Apfelesser und –verstecker sind und das es viele unterschiedliche Apfelnamen gibt.
Wir waren so fasziniert, das wir jetzt ganz bald ein Buch über Apfelsorten unser eigen nennen werden, um genau zu wissen, welchen Apfel wir essen. Unsere Eltern hingegen sorgten gemeinsam mit den Kindern neben dem Apfelmus für einen ebenso riesigen Topf voll leckerer Kürbissuppe und verwöhnten uns mit dieser zum Abschluss der Woche an einem schön gedeckten Tisch.
Am Freitag stand mal wieder ein Raus ins Leben Tag auf dem Programm und schönes Spätsommerwetter begleitete uns. Für Rübchen und KinderGarten ging es raus ins nahe gelegene Birkenwäldchen zum Entdecken, Erkunden, Bewegen aber natürlich auch zum Essen und Ausruhen.
Frösche, Schnecken und Spinnen wurden untersucht, Entdeckertouren durch den Wald unternommen und eine Baumhütte gebaut. Alle haben mit angepackt und nur so konnte eine wirklich beeindruckende Baumhütte entstehen. Das hat riesig Spaß gemacht. Und dann haben wir ja noch einen Hexenschuh gefunden. Aber die im Birkenwäldchen wohnenden Hexen haben uns nicht gestört oder verzaubert. Obwohl - vielleicht hat ja der eine oder andere Zauberspruch einer Hexe mit dafür gesorgt, dass Picknick und Kaffeeklatsch so lecker waren?
Zum Kaffeeklatsch waren dann auch die Eltern mit dabei - ein schöner Abschluss eines tollen Tages.
Steffi für das KinderGarten - Team
10 Jahre Riesenklein ließen auch die Rübchen neugierig werden – auf diese besondere Zahl! Mit der Feststellung und Frage „Ich habe zehn Finger an meinen Händen und 10 Zehen an meinen zwei Füßen und du?“ begann ein ZahlenTag !
Wie viel Obst ist im Korb? Sind 10 Mandarinen da? Und kannst du ZEHN Bananen finden? Vielleicht auch noch 10 kleine und zehn große Äpfel? Und sind es IIII IIII Kiwis ? Nein nur neun, wo ist die Zehnte „Da unten!“ (Hanno) Es sind sicherlich 10 MohrRübchen zum Essen, aber die die hier Sitzen sind nur sechs!
Weißt du dass wir insgesamt 10 Hasen und Meerschweinchen haben, oder hat sich eines versteckt? Das es ZEHNxzehn Schnecken im Rübchen gibt ? Das man von der Küche bis hinunter in unsere Räume vier mal IIII IIII Stufen runter rutschen kann? Und aus ZEHN, roten Stühlen einen richtig guten Zug bauen kann, welcher 10 Schuhe laden kann?
Was du aber ganz bestimmt nicht weißt ist, dass man mit zwei die Zahl 10 schreiben kann!
Überall im Haus egal ob oben oder unten ob man hinten anfängt oder vorn die ZEHN ist da!
Janine aus dem Rübchen
